Symphonisches Gospeloratorium
über Jesus von Nazareth
für 2 Chöre, Solo und Orchester
von Ralf Grössler
Solist: Simon Sugaray Son
Leitung: Kirsten Ruhwandl
Thema des Werkes ist der Lebensweg des Jesus von Nazareth und die Botschaft des Friedefürsten – sind wir doch auch nach 2000 Jahren scheinbar unfähig zum wirklichen Frieden.
Nach der Ouvertüre eine innige Bitte um Frieden für die Welt. Jesus wird geboren, die Schar der Engel, Hirten und die ganze Menschheit freuen sich! Doch dann ein Aufschrei „Save our children!“ – eine Erinnerung an den Umgang mit Kindern in unserer Welt, an (auch seelisch) hungrige Kinder in Not, die in Gefahr sind – wie auch immer – missbraucht zu werden… Trotzdem: ein Kind wird geboren, Grund genug zu Freude und Hoffnung!
Der zweite Teil erinnert an die Geschichte Gottes mit den Menschen von Anbeginn an. Gott erschuf den Menschen sich selbst „zum Bilde“: als Mann und Frau. Aus Liebe zu uns Menschen sandte Gott Jesus auf die Erde. Er ist der Weg zurück zum Ebenbild Gottes: „He is the way unto the father.“. Wer dieser Jesus ist, wird deutlich, als er kraftvoll die Händler aus dem Tempel vertreibt, voller Zorn gegen die Missachtung des heiligen Ortes. Ganz anders bei der Geschichte mit der Ehebrecherin. Zunächst wie ein Kind im Sand schreibend, stellt sich Jesus vor die beschuldigte Frau wie eine Mutter „… der werfe den ersten Stein“. Er ersetzt Gesetzlichkeit durch Vergebung. In solchen Augenblicken tiefster Vergebung wird unsere Verbindung mit Jesus und Gott am dichtesten empfunden „Jesus, unbezahlbarer Schatz. Quelle reinster Freude, du mein treuester Freund.“
Dritter Teil – der Beginn der Leidensge- schichte Jesu. Unverständnis und Verrat. Der Vergleich mit der heutigen Welt des Terrors, der Geldgier, Macht und Unterdrückung, begründet mit religiösen Motiven liegt nahe. Einzige Chance für uns Menschen ist die heilbringende Vergebung Gottes: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Jesus wird gekreuzigt. Die Erkenntnis, dass er Gottes Sohn war, kommt zu spät. Die Menschheit versinkt – wie die Jünger – in Chaos und Verzweiflung.
Der vierte Teil zeichnet das Ringen darum nach, das Unfassbare zu begreifen: Musste das nicht so geschehen, hat Jesus nicht selbst darauf hingewiesen (Abendmahlsworte)? Durch die Auferstehung schließlich heraus gerissen aus Trägheit und Depression reift die Erkenntnis: Frieden auf der Welt ist möglich – darum lasst uns Liebe und Vergebung nicht nur im Herzen tragen, sondern in der Welt und im Alltag leben.